Schavan: "Umfassendere Diabetesforschung für den Patienten"

13.11.2009 | Berlin
BMBF fördert Aufbau des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung mit fünf Millionen Euro / Kompetenzbündelung sorgt für schnelleren Wissenstransfer

"Über sechs Millionen Menschen leiden in Deutschland an Diabetes. Damit gehört die Volkskrankheit zu den großen Herausforderungen unserer Gesellschaft, die es zu meistern gilt", sagte am Freitag Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert daher allein 2009 rund fünf Millionen Euro in den Aufbau des "Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD)". "Mit Hilfe dieses Zentrums wollen wir neue Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung ermöglichen, die Entwicklung wirksamer Therapien und die besten Formen der Pflege und Versorgung erforschen, um den Menschen ein gesünderes, besseres Leben zu ermöglichen", sagte Schavan. "Hier geht es um Forschung, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt."

Mit dem Ende Juni 2009 gegründeten Zentrum werden seine fünf Partner - das Helmholtz Zentrum München, das Deutsche Diabeteszentrum Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam, die Universität Tübingen sowie das Universitätsklinikum Dresden - die Diabetesforschung in Deutschland international bündeln und erweitern. "Man weiß heute, dass die Entstehungsprozesse von Diabetes sehr viel komplexer sind als bisher angenommen. Angesichts der stetigen Zunahme der Erkrankungen ist eine wesentlich umfassendere Forschungsstrategie mit neuen Methoden zur individualisierten Diagnose, Prävention und Therapie dringend erforderlich", betonte Schavan.

Durch die Vernetzung der fünf Partner lassen sich die Forschungskapazitäten der Diabetesforschung erheblich steigern. "Es ist wichtig, dass Lücken in der Forschungskette geschlossen werden. Wir müssen den Weg von der Forschung in die Klinik verkürzen, damit Innovationen schneller beim Patienten ankommen. Hier wird das neue Zentrum einen erheblichen Anteil leisten", sagte die Ministerin.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

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