Offizieller Abschluss von "Rhein-Main gegen den Schlaganfall"
"Schlaganfälle sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit und eine der wesentlichen Ursachen für dauerhafte Behinderung und reduzierte Lebensqualität", erklärte Professor Dr. Gerhard Hamann, Direktor der Klinik für Neurologie der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken, im Rahmen der Abschluss-Pressekonferenz in Wiesbaden. "Die Aufklärungskampagne und unsere öffentlichkeitswirksamen Aktionen haben dazu beigetragen, für die Erkrankung zu sensibilisieren und das Wissen zu vergrößern". Ob die Zahl der Schlaganfallpatienten, die rechtzeitig in ein spezialisiertes Krankenhaus eingeliefert werden, durch die Aufklärungskampagne gestiegen ist, wie stark das Wissen über die Symptome eines Schlaganfalls verbessert werden konnte und ob im Notfall vermehrt richtig gehandelt und der Notruf 112 gewählt wird, ermittelt das hessische Register für Qualitätssicherung auf Grundlage von im Rahmen des Projekts erhobener Daten bis Mitte 2011.
Initiatoren der Gesundheitsaktion unter der Schirmherrschaft des hessischen Sozial-ministeriums waren die Gesundheitswirtschaft rhein-main e.v., die Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, das Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/Main und das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim.
"Rhein-Main gegen den Schlaganfall" startete am 1. September 2010 mit einer Auftaktpressekonferenz und einer Fachtagung in Wiesbaden. Pünktlich zum Start des Projektes wurden Busse und Straßenbahnen mit Plakaten zu den Symptomen eines Schlaganfalls beklebt und fuhren sechs Monate lang durch Darmstadt, Hanau, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden. Im Aktionszeitraum von September 2010 bis Februar 2011 führten die Projektpartner zahlreiche öffentliche Veranstaltungen in Form von Vorträgen, Filmvorführungen und Telefonaktionen durch. Die Aufklärung von Menschen mit Migrationshintergrund und Jugendlichen war ein weiterer wichtiger Bestandteil der Kampagne. An Schulen der Rhein-Main-Region wurden während der Schulstunden Informations- und Aufklärungsaktionen durchgeführt.
"Ziel der Initiative in den Schulen war es, Schüler über Symptome eines Schlaganfalls aufzuklären, damit diese bei einem Schlaganfall, der Großeltern und Eltern, aber später auch sie selbst treffen könnte, richtig und schnell handeln", erläuterte Birgit Härtle, Science Project Manager bei Boehringer Ingelheim und Mitinitiator der Gesundheitskampagne.
"Ein Schlaganfall kann jeden treffen, ohne Vorwarnung, jederzeit. Viele Menschen unterschätzen immer noch die Gefahr eines Schlaganfalls und haben im Notfall Hemmungen, schnell den Notruf 112 zu wählen", betonte Professor Dr. Helmuth Steinmetz, Direktor der Klinik für Neurologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt und Mitinitiator der Aufklärungsaktion. Die typischen Symptome eines Schlaganfalls sind plötzliche, meist schmerzlose Lähmungserscheinungen, Taubheitsgefühle oder Sehstörungen. Wer bei sich oder anderen diese Anzeichen erkennt, sollte unverzüglich den Notarzt über die Nummer 112 rufen. Denn für den Betroffenen zählt jede Minute. "Wir können einen Schlaganfall heute in vielen Fällen behandeln, um die Folgen abzumildern. Doch wir wissen auch, dass das Ergebnis umso besser ist, je früher der Patient ein spezialisiertes Krankenhaus erreicht", so Hamann.
Weitere Partner von "Rhein-Main gegen den Schlaganfall" waren die Neurologischen Kliniken im Rhein-Main-Gebiet (Klinikum Offenbach, Klinikum Hanau, Krankenhaus Nordwest, Klinikum Darmstadt, Klinikum Frankfurt Höchst, Sankt Katharinen-Krankenhaus Frankfurt), die Landesärztekammer Hessen, die Kassenärztliche Verei-nigung Hessen, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Apothekerver-band, die HSK-Initiative gegen den Schlaganfall e.V., das Land Hessen, der Rheingau-Taunus-Kreis, die DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse, die AOK Hessen, die Techniker Krankenkasse, die BARMER GEK Krankenkasse, der BKK Bundesver-band, das Deutsche Rote Kreuz Hessen, der Arbeiter-Samariter-Bund Hessen, der Johanniter Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz, die Malteser, der Presseclub Wiesbaden, die Sparda-Bank Hessen, FuP Kommunikations-Management, die Wies-baden Stiftung, die ESWE Verkehrsgesellschaft mbH.
Medienpartner der Aktion waren der Wiesbadener Kurier und die Frankfurter Neue Presse.
Quelle: Pressemeldung Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
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