Nationale Verzehrsstudie zeigt positive Trends in der Ernährung
Gemessen an einer wünschenswerten körperlichen Aktivität liegt sie sogar eher darunter. Dies zeigen die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie, die gestern Bundesminister Seehofer und der Öffentlichkeit in Berlin erstmals vorgestellt wurden. Die repräsentative Erhebung des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel (MRI) hatte bei 20.000 Personen den Lebensmittelverzehr und die Nährstoffzufuhr untersucht.
Dass die Energieaufnahme durch Lebensmittel beim Bevölkerungsdurchschnitt nicht zu hoch ist, zeigt, dass die Rolle des Energieverbrauchs – also der Bewegung – stärker beachtet werden muss, bewertet der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) die Ergebnisse. Bewegung ist nicht nur im Hinblick auf die Übergewichtsdebatte von größter Bedeutung, sondern wirkt generell vielfältig positiv auf die Gesundheit.
Der Obst und Gemüseverzehr übertrifft im Mittel die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO von mindestens 400 Gramm am Tag. Diese Zahl zeigt - wie auch andere Entwicklungen - einen positiven Trend in der Ernährung.
Ein Teil der Bevölkerung erreicht jedoch nicht die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, schlussfolgert das Forschungsinstitut MRI. Insbesondere bei sozial schwachen Bevölkerungsschichten scheint die Ernährungslage nicht zufriedenstellend zu sein. Die aktuelle Studie macht die Notwendigkeit von speziell zielgruppenspezifischer Aufklärungsarbeit mehr als deutlich.
Die durchschnittliche Versorgung der Deutschen mit Vitamin D, Folsäure und Calcium sowie bei Frauen auch von Eisen ist nicht ausreichend, zeigen die Ergebnisse der Verzehrsstudie. Da die Aufnahme weiterer Vitamine und Mineralstoffe im Mittelwert gut liegt, sieht das MRI bei einer optimalen Ernährung keine Notwendigkeit für die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln. Diese Aussage lässt aber die Versorgungsschwächen Einzelner und bestimmter Bevölkerungsgruppen außer Acht, warnt der BLL. Gerade bei Folsäure und Vitamin D ist es für bestimmte Zielgruppen wie Frauen mit Kinderwunsch bzw. Senioren schwierig, die Empfehlungen zu erreichen – selbst bei einer ausgewogenen Ernährung. Deshalb kann die gezielte Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln bei bestimmten Bevölkerungsgruppen einen sinnvollen Beitrag leisten.
Die Deutschen sollten bestärkt werden, die positiven Entwicklungen in ihrer Ernährung fortzusetzen. Auch die Lebensmittelwirtschaft wird sich neben ihrem hochwertigen Produktangebot weiterhin für die Aufklärung über ausgewogene Ernährung und die große Bedeutung der Bewegung engagieren. Zahlreiche Broschüren, Initiativen und Online-Informationen helfen Verbrauchern weiter.
Quelle: Pressemeldung Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V.
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