Milch - Gefährliche Verbrauchertäuschung

31.05.2010 | Gerlingen
Anlässlich des morgigen Welt-Milchtages warnt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. eindringlich vor einer weiteren Verharmlosung des Milchkonsums. Gerade Kinder sollten rechtzeitig und kritisch über die gesundheitlichen und ethischen Hintergründe aufgeklärt werden.

"Einen Internationalen Tag der Milch zu begehen ist so, als würde die Tabakindustrie einen Welt-Zigarettentag feiern", warnt Lars Hollerbach, Ernährungsexperte bei PETA. "Konsequent wäre ein entsprechender Warnhinweis auf allen Milchprodukten." Denn Fakt ist, so PETA: Milch ist immer Muttermilch, die ernährungsphysiologisch nur für das jeweilige Baby bestimmt ist. Bei Menschen-Müttern eine Selbstverständlichkeit, doch bei den Tieren geht es um ein Millionengeschäft. Die allgegenwärtige heile Welt der Milch-Werbung lügt und verschweigt die tägliche Tierquälerei: Kuhmütter werden ihr Leben lang künstlich befruchtet und schwanger gehalten, damit überhaupt Milch fließt. Durch gezielte Züchtung vergrößert sich der Euter auf das 10-Fache; wer dies einmal auf die Brust einer Frau überträgt, erkennt die Perversität. Ihre Muttermilch darf die Kuh aber nie an ihre Kinder weitergeben; die Kälbchen werden ihr gleich nach der Geburt entrissen, mit Ersatznahrung gemästet und für die Kalbfleischproduktion getötet. So endet auch das Leben der Kuhmutter - geprägt von Enge, Dunkelheit, Dauerschwangerschaft und Schmerzen - bereits nach 4-5 Jahren im Schlachthaus, völlig entkräftet. Niemals würden wir z.B. unseren Hund so grausam behandeln, wie dies bei den Kühen Standard ist.

Moderne Studien (z. B. an der Harvard-Universität an über 75.000 Personen) beweisen seit Jahren, dass Milch keineswegs gesund ist. Sie steht in Zusammenhang mit Allergien, Verstopfungen, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Osteoporose, Diabetes und Krebs. Entgegen dem weitverbreiteten Irrglauben entzieht Milch dem Körper das Calcium. Optimale Calcium-Spender hingegen sind z. B. grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Leinsamen und Nüsse. Die weitverbreitete Laktoseintoleranz ist im Grunde eine natürliche Reaktion des Körpers.

Heutzutage gibt es in jedem Supermarkt gesunde und tierfreundliche Milchalternativen aus Soja, Mandeln, Hafer oder Reis. Kostenlose "Veggie Starter Kits" gibt"s bei PETA unter info@peta.de.

Quelle: Pressemeldung PETA Deutschland e.V.

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