Gesund essen - aber nicht für zwei!

26.04.2010 | Berlin
In der Schwangerschaft ist der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen durch das wachsende Kind höher als sonst. "Eine werdende Mutter muss aber nicht für zwei essen, denn der Energiebedarf ist in den ersten Monaten der Schwangerschaft nur leicht erhöht", so Dr. Ursula Marschall, Leiterin des Kompetenzzentrums Gesundheit der Barmer GEK.

Erst ab dem vierten Monat sollte die werdende Mutter eine zusätzlich Energiemenge von 250 kcal pro Tag zusätzlich aufnehmen. Das entspricht einer kleinen Zwischenmahlzeit, beispielsweise einer Scheibe Vollkornbrot mit Käse oder einem Joghurt. Ab dem vierten Monat hat die Schwangere außerdem einen erhöhten Eiweißbedarf. Etwa zehn Gramm reichen aber schon, um diesen zu decken. Je nach Vorliebe ist das etwa ein Becher Joghurt mit 150 Gramm oder ein großes Glas Buttermilch.

Wichtig ist eine vollwertige Ernährung mit mehreren kleinen Mahlzeiten. Aber auch die "richtige" Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist wichtig. Nimmt die Mutter zu sehr zu, steigt für das Kind das Risiko, übergewichtig auf die Welt zu kommen, um den Faktor drei. Wie viel Gewichtszunahme für die Schwangere unproblematisch ist, hängt von ihrem Ausgangsgewicht ab: Lag der Body-Mass-Index (BMI) vor der Schwangerschaft zwischen 19,8 und 26, darf die werdende Mutter zwischen 11,5 und 16 kg zunehmen. Bei Übergewicht (BMI über 26) sollte die Gewichtszunahme zwischen 7 und 11 kg betragen, bei Untergewicht (BMI unter 19,8) sind 12 bis 18 kg möglich. Den BMI kann man unter www.waswiressen.de, Stichwort body-check, berechnen.

Frauen mit Schwangerschaftswunsch sollten ihr Augenmerk besonders auf die Folsäure lenken. "Eine Unterversorgung mit Folsäure kann beim Nachwuchs zu einer Fehlbildung des Zentralen Nervensystems (Neuralrohr-Defekt) führen", so Marschall. Werdende Mütter sollten sich bei ihrem Frauenarzt informieren. Besonders folsäurereiche Lebensmittel sind Weizenkeime, Sojabohnen, aber auch Tomaten, Kohlarten, Orangen, Weintrauben sowie Brot und Gebäck aus Vollkornmehl.

Quelle: Pressemeldung Barmer GEK

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