Fast jeder zweite Diabetiker hat einen zu hohen Langzeitblutzuckerwert

18.03.2010 | Frankfurt am Main
Aktuelle Auswertung des Diabetes-Risikochecks von "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7"

Die Auswertung des Diabetes-Risikochecks für das Jahr 2009 der Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" zeigt, dass fast die Hälfte der Diabetiker mit einem Langzeitblutzuckerwert (HbA1c-Wert) von über 7 Prozent schlecht eingestellt ist. Dabei sollte der Wert unter 7 Prozent liegen, um das Risiko für schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken.

Ein weiteres Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Besucher, die in deutschen Einkaufszentren an dem Diabetes-Risikocheck teilnahm, hatte ein erhöhtes Diabetes-Risiko. Die Zahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 47 auf 56 Prozent. Diese neuen Daten zeigen den Handlungsbedarf, über die Volkskrankheit Diabetes und Präventionsmöglichkeiten noch stärker zu informieren. Die Änderung des Lebensstils durch gesunde Ernährung und mehr Bewegung sowie die Selbstverantwortung bei bereits diagnostizierter Erkrankung müssen weiter in das Bewusstsein gerückt werden.

Diabetes-Risikocheck: die Ergebnisse

Im Mittelpunkt der Diabetes-Aufklärungsaktion "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder

unter 7" steht der Diabetes-Risikocheck: Anhand eines Fragebogens werden unter anderem Alter, Diabetes in der Verwandtschaft, körperliche Aktivität, Ernährungsgewohnheiten, Blutdruck- und Blutzuckeranamnese abgefragt. Gemessen werden Blutdruck- und Blutzuckerwerte sowie der Taillenumfang - bei Diabetikern zusätzlich der HbA1c-Wert.

Die Resonanz 2009: Wie schon in den vergangenen Jahren wurde die Aktion sehr gut angenommen, insgesamt konnten 3.700 Risikocheck-Bogen ausgewertet werden. Fast jeder fünfte Teilnehmer (708) war bereits diagnostizierter Diabetiker, 82 Prozent davon (583) ließen ihren HbA1c-Wert überprüfen. Fast die Hälfte (49%) war mit einem HbA1c-Wert über 7 Prozent schlecht eingestellt. Bei 16 Prozent der Teilnehmer wurde ein HbA1c-Wert über 8 Prozent gemessen.

72 Prozent der Teilnehmer waren "Nicht-Diabetiker". Davon hatten 56 Prozent ein erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken. Bei den primären Risikofaktoren hatte fast die Hälfte der Teilnehmer einen erhöhten Taillenumfang (48%). Weitere Risikofaktoren waren: familiäre Vorbelastung (45%), mangelnde Bewegung (35%) und ungesunde Ernährung (16%).

Zusammenfassend sind zwei Trends zu beobachten: Fast jeder zweite Diabetiker ist mit seinem Langzeitblutzuckerwert über 7 Prozent schlecht eingestellt. "Nichtdiabetiker" vereinen zumeist mehrere Risikofaktoren. Diese spiegeln die aktuelle Entwicklung in Deutschland wieder. Die Menschen bewegen sich zu wenig, ernähren sich ungesund und sind somit übergewichtig.

"Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7": nachhaltige Aufklärung

"Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" steht für bundesweite nachhaltige Aufklärung. Bereits seit 2005 tourt die Diabetes-Aufklärungsaktion jedes Jahr durch ganz Deutschland. Mehr als 450.000 Besucher an 29 Standorten und 20.000 ausgewertete Risikocheck-Bogen liefern fundierte Daten. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung in Deutschland und die Ergebnisse des Risikochecks sind zentrale Bestandteile der Aktion die Themen Ernährung und Bewegung. Sanofi-aventis initiierte die Aktion 2005 und konnte bis heute mehr als 20 Kooperationspartner gewinnen, darunter Krankenkassen, Patientenorganisationen, Fachgesellschaften und regionale Netzwerke. "Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7" wird weiter unermüdlich zusammen mit seinen starken Partnern informieren.

Quelle: Pressemeldung Sanofi-Aventis

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