BKK DR. OETKER SICHERT INSULINTHERAPIE OHNE MEHRKOSTEN

05.12.2006 | Bielefeld
Versicherte der BKK Dr. Oetker, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, brauchen auch zukünftig nicht auf ihr kurzwirksames Analoginsulin zu verzichten. Möglich wird dies durch einen entsprechenden Vertragsabschluss, den die Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen in Ostwestfalen-Lippe mit Pharmaherstellern geschlossen hat.

Seit dem 29. September 2006 dürfen gesetzliche Krankenkassen nur noch die Kosten für die in der Regel kostengünstigeren Humaninsuline übernehmen. Laut Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses konnte der Zusatznutzen kurzwirksamer Analoginsuline wissenschaftlich nicht bewiesen werden.

Als Humaninsulin bezeichnet man künstlich hergestelltes Insulin, welches dem des menschlichen Körpers entspricht. Analoginsuline sind Abwandlungen davon, die in der Regel zwar teurerer sind, einigen Patienten jedoch Vorteile in der Anwendung bringen. Nach Aussage des Deutschen Diabetikerbundes bringen Analoginsuline bestimmten Patienten mehr Lebensqualität, da es spontane Zwischenmahlzeiten erlaubt. Humaninsulin sei hingegen nur für Patienten geeignet, die jeden Tag den gleichen Tagesablauf haben - es ist schlechter zu dosieren und wirkt erst verzögert.

Um den betroffenen Diabetes Typ 2 Patienten die Umstellungsprozedur auf ein neues Präparat zu ersparen, haben die ostwestfälischen Betriebskrankenkassen mit Herstellern von Analoginsulinen einen Rabattvertrag geschlossen. So bekommen BKK-Versicherte auch weiterhin kurzwirksame Analoginsuline und Mischinsuline ohne Mehrkosten auf Kassenrezept.

Zahl der Erkrankten steigt

In Deutschland sind ca. 6 Millionen Menschen von dieser Stoffwechsel-erkrankung betroffen. Ihr Körper ist nicht mehr in der Lage eigenständig Insulin zu produzieren. Dies zeichnet sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel aus. Medikamentös wird der Blutzucker über die Zufuhr von künstlichem Human- oder Analoginsulin geregelt.

Quelle: Pressemeldung Betriebskrankenkasse (BKK) Dr. Oetker

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