Aigner: Ermutigende Signale für die Umsetzung der Initiative IN FORM
Als "ermutigende Signale" für die Umsetzung von "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" hat Bundesernährungsministerin Ilse Aigner die ersten Zwischenergebnisse von Modellprojekten zur Vorbeugung von Übergewicht bei Kindern bezeichnet, die heute in Berlin auf der Konferenz "Besser essen. Mehr bewegen. KINDERLEICHT?" vorgestellt wurden.
"Wenn Kinder gesunde Ernährung und viel Bewegung als Selbstverständlichkeit in ihrem Alltag erleben, dann ist dies die beste Vorbeugung gegen Übergewicht und damit zusammenhängende Krankheiten", sagte Bundesministerin Aigner. "Familien sind dabei eine besonders wichtige Adresse", so Aigner. "Heute haben wir viele Beispiele kennen gelernt, wie Kinder und ihre Familien wirkungsvoll unterstützt werden können, gesünder zu essen und sich mehr zu bewegen."
Das Bundesernährungsministerium fördert seit Herbst 2006 bundesweit 24 KINDERLEICHT-REGIONEN über einen Zeitraum von drei Jahren mit mehr als 15 Millionen Euro. In den KINDERLEICHT-REGIONEN werden vielfältige Aktivitäten zur Prävention von Übergewicht bei Kindern angeboten, vom Koch-Workshop bis hin zu Bewegungsspielen. Die begleitende Evaluation des Modellvorhabens erfolgt durch das Max Rubner-Institut (MRI). Weitere Informationen unter www.BesserEssenMehrBewegen.de
Die Projekte in den KINDERLEICHT-REGIONEN richten sich besonders an Zielgruppen, die mit den herkömmlichen Informationsangeboten nur schwer zu erreichen sind. So liegen 56 Prozent der Schulen und 44 Prozent der Kindertagesstätten, in denen entsprechende Projekte durchgeführt werden, in sozialen Brennpunkten, 23 Prozent der Eltern haben einen Migrationshintergrund.
Als besonders effektiv hat sich dabei die Ausbildung von ehrenamtlich tätigen (muttersprachlichen) Eltern aus den Zielgruppen sowie die Qualifizierung von Fachkräften, die die Eltern unterstützen (zum Beispiel Hebammen oder Sozialpädagogen) in den Themen Ernährungsbildung und Bewegungsförderung erwiesen. Auch die persönliche Ansprache der Eltern verbunden mit einem hohen Praxisanteil der Projekte (zum Beispiel gemeinsames Kochen, Bewegen oder Bauen) ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Dazu gehört auch die Einbindung qualifizierter Fachkräfte in alle Lebensräume der Kinder, wie Kindertageseinrichtungen und Schulen.
Die Ministerin betonte, ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor sei die Vernetzung verschiedenster Akteure in den KINDERLEICHT-REGIONEN, die sich gemeinsam dem Ziel verschrieben hätten, einen gesunden Lebensstil bei Kindern und ihren Familien zu fördern. "Ernährung und Bewegung wird hier gleichermaßen in allen Lebensbereichen der Kinder in den Blick genommen, genau das ist es, was wir auch mit IN FORM anstreben", so Ministerin Aigner. Sie dankte den Akteuren in den Regionen für ihr herausragendes, oft auch ehrenamtliches, Engagement.
Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
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